<Leon-Etienne Kuehr>|


<meta mapping>

Immanuel Bach & Leon-Etienne Kühr (2022)

Konzept

Mapping heißt Daten semantisch und ideologisch aufzuladen. Was passiert aber, wenn man das mappen nicht nur einer Maschine überlässt, sondern es algorithmisch auf höherer Ebene wiederholt; wenn es also selbst wieder gemappt wird? Welcherart sind die so erzeugten maps?

<meta mapping> ist eine Echtzeit-Installation, in der kontinuierlich aus hunderten Gigabytes frei zugänglicher Geo-, Straßen und Satellitendaten ‚imaginäre‘ Karten erzeugt werden. Vor den Augen der Betrachter*innen entstehen Täler, Flussläufe, Bergketten, Wege – algorithmisch kartografiert durch die Maschine. <meta mapping> verändert den Blick auf die Welt, indem es die Arbitrarität unserer tagtäglichen mappings aufzeigt.

Digitalbild-Output des Algorithmus


Installation

Erstmalig ausgestellt wurde <meta mapping> auf dem Tarmac-Festival 2022. Auf einer Rückprojektionsleinwand wurde der entwickelte Algorithmus dazu verwendet, minütlich zufällige Orte auf der Welt auszuwählen und aus an diesen Orten vorliegenden Daten Bilder zu generieren. An den gewählten Koordinaten entstehen einzigartige Bilder aus Bilddaten von Wikipedia, Satellitendaten der NASA, sowie Informationen von Open Streen Maps.

Bildaufnahmen der Echtzeit-Installation mit Rückprojektionsleinwand.


Videomaterial

Videomitschnitte der Installation